Abhilfe:
* für Risiken und Nebenwirkungen wälzen Sie Modellbahn - Zeitschriften und tun Sie sich mit anderen "Geschädigten" zusammen

Wie man sich anstecken kann - und die unvorhersehbaren Folgen

Wann der Bazillus Mibaniensis* mich wieder anfiel (heimtückisch und hinterrücks, wohlgemerkt), vermag ich heute nicht mehr zu sagen. Es kamen wohl ein paar glückliche Umstände zusammen, wie beispielsweise der Wegfall des "Heimbüros", dank Computer, der inzwischen seinen Platz im Wohnzimmer hat - Apple sei Dank für den Mac mini! Womit ich mich dann auch als bekennender Macianer geoutet habe. So wurde also ein knapp 14 m2 großer Raum plötzlich frei...

Für eine Dienstreise mit dem Zug wollte ich mich in der Bahnhofsbuchhandlung mit leichter Lektüre versorgen. Dort fiel mir ein Heft der Reihe "Supermodellbahnanlagen" ins Auge. Und nach vier Stunden Zugfahrt stand dann mein Entschluß fest: ich will auch so eine tolle Anlage!

Und damit begannen die kleineren und größeren Problemchen. Welcher Maßstab? Welches System - ich kannte ja nur Märklin aus den Kindertagen und von diesem dubiosen Zweileitersystem hörte man damals nur schlimme Verstaubungs- und Kontaktproblemnachrichten. Welches Thema? Und und und...

Also wurden Bücher und Publikationen gekauft und studiert. Nur, schlauer war ich danach auch nicht wirklich. Die ersten "Gehversuche" erfolgten mit Arnold. Jaja, mit Spur N! Aber, das hatte sich schnell erledigt, das gefiel mir dann doch nicht so recht. Und dann brachte Lenz das Digitalsystem. Na, das klang doch für einen elektrisch wenig vorgebildeten Menschen recht vielversprechend (daß auch digitale Systeme ihre Tücken und Anforderungen haben, das wußte ich natürlich damals nicht...).

So wurden also die ersten H0-Loks und Waggons gekauft und das Lenz-Set. Nach ungefähr 1.697 verschiedenen Gleisplanungen hatte sich dann ein Wunschplan manifestiert.

Den begann ich dann mit den angelesenen Baukenntnissen zu realisieren. Leider war das, was als Ergebnis alsbald im Modellbahnzimmer stand, ganz und garnicht das, was ich erwartet hatte - irgendwie sah das eben nicht so aus, wie auf den Bildern in "Supermodellbahnanlagen"....

Das Fragment staubte einige Monate vor sich hin und das schöne Hobby drohte wieder in Tatenlosigkeit zu versinken - nur die Entwicklung von Gleisplänen ging weiter, dank Winrail macht das ja auch ohne reale Anlage Spaß. Bis ich auf der Jubiläumsparty meines Modellbahnhändlers dann zufällig mit einem berühmten (naja, das mag er nicht gerne hören, aber man kennt ihn nun mal in der Szene...) Modellbahner bekannt gemacht wurde. Die Chemie stimmte auf Anhieb, denn da trafen "zwei Bekloppte" aufeinander, deren Hang zu Perfektionismus (Zitat von B.K.: "...zu wissen, es ist Platin...") schonmal eine vielversprechende Basis war.

Ein paar Tage später traf man sich auf einen Kaffee und plauderte über die Realisierungsmöglichkeit eines inzwischen ziemlich fertigen Planes. Es wurde noch ein Verrückter aktiviert - dazu "durfte" ich zunächst mal den FdE (Freunde der Eisenbahn Burscheid) beitreten. Wow! FdE! Das waren doch die mit dieser tollen Ausstellungsanlage, die ich auf der Messe bewundert hatte...

Nunja, seither sind ein paar Jahre vergangen. Und das Ergebnis dieses glücklichen Zusammentreffens dreier Verrückter ist auf dieser Webseite zu sehen. Herzlichen Dank an dieser Stelle meinen beiden Mitstreitern Bruno Kaiser und Erich Walle - ohne Euch wäre das Zimmer heute wohl noch immer eine Rumpelkammer...