Hilfe:
Pläne anklicken für größere Darstellung. In den großen Abbildungen mit der Maus ins Bild fahren, in den oberen Ecken erscheinen dann
für das nächste Bild oder
für das vorige Bild

Plan 1, Schritt 1: Die Idee

Nachdem Weyersbühl eine neue Heimat gefunden hat, reifen jetzt die Pläne für die neue Anlage. Diesmal wollen wir komplett zweigleisig fahren, bleiben aber in der Epoche 2. Der Plan zeigt die ersten Anlagenideen.

Wir nutzen diesmal fast den gesamten zur Verfügung stehenden Raum. Der Durchgang ist schwenkbar, wie die Großansicht zeigt...

Auch das Konzept des Unter- und Aufbaus haben wir geändert: die Anlage wird in (notfalls transportablen) Modulen aufgebaut. Diese Module bestehen aus Kästen, deren unterste Ebene den Schattenbahnhof aufnimmt. Alles weitere wird dann auf diesen Kästen aufgebaut.

Die Modulkästen werden auf Regalen oder Schränken plaziert, sodaß unter der Anlage viel Stauraum zur Verfügung steht.

Wir haben bei diesem Plan Wert auf möglichst lange Fahrstrecken gelegt, deren sichtbarer Bereich großzügige Radien und nahezu ausschließlich Innenbögen vorweist. Trotzdem soll die Anlage nicht mit Gleisen überladen sein, deshalb wird z.B. nach der Ausfädelung ein Teil der Strecke überbaut sein. Im Moment sieht es so aus, als könnte sich hier die Ortschaft ausbreiten, dann wäre neben dem Bahnhof noch Platz für ein kleines BW (im Plan freier Raum oben rechts). Apropos Bahnhof: der Bahnsteig wird die beachtliche Länge von ca. 3 Metern haben, Platz satt auch für einen Schnellzug mit mehreren Vierachsern. Gleis 2 und 3 werden mit Oberleitung versehen, Gleis 1 bleibt dem Dampfbetrieb vorbehalten.

Ein Eyecatcher wird sicherlich der Durchgang werden: wir planen eine hängende Schlucht mit einer beeindruckenden Gitterbogenbrücke.

Zwischen der ersten Idee und dem fertigen, realisierbaren Anlagenentwurf ist noch einiges zu korrigieren und zu verbessern.

Plan 1, Schritt 2: Weniger ist mehr

Unter diesem Aspekt ist der Plan für Weyersbühl 2 nochmal kritisch unter die Lupe genommen worden. Zunächst haben wir entschieden, daß die Strecke zum Bahnhof nur eingleisig ist. Schließlich handelt es sich nur um einen kleinen Bahnhof einer Nebenstrecke. Zweigleisig bleibt natürlich die elektrifizierte Paradestrecke, die wir allerdings früher im Untergrund verschwinden lassen. Das bedeutet zwar weniger sichtbare Strecke, dafür aber mehr Fläche für den Bahnhofsbereich mit Landschaft.

Garnicht so einfach war es, die Weichen so zu plazieren, daß sie nicht auf den Modulgrenzen liegen. Die Tunneleinfahrten der Paradestrecke liegen auf Ebene 0, von dort führt nach der doppelten Ausfädelung (rechts) eine Gleiswendel auf Ebene -20 in den Schattenbahnhof. Die Schattenbahnhof-Ebene stellt gleichzeitig die untere Ebene der Module dar. Nach der Ausfädelung der Nebenstrecke (auf dem schwenkbaren Modul) steigt dieselbige an bis auf Bahnhofs-Ebene (etwa +8/+10, je nach Steigung). Für Weichen und Kreuzungen werden wir Tillig-Elite verwenden, ansonsten im sichtbaren Bereich ausschließlich Flexgleise und im unsichtbaren Rocoline mit Bettung.

Auf dem Arbeitstisch haben wir zwei Gleise vorgesehen, von denen aus man direkt in den Schattenbahnhof fahren kann. Praktisch zum Aufgleisen oder wenn Loks zur Ausbesserung, zur Wartung oder zum Umbau müssen.

Plan 1, Schritt 3: Planen, planen, planen...

Wer aufmerksam hingeschaut hat, wird feststellen, daß sich der Plan immer mal wieder ändert. So auch jetzt: Die unsichere doppelte Ausfädelung im Schattenbahnhofsbereich mußte weg. Wir haben also einfach eine Mischung aus dem allerersten Grobentwurf (nicht online) und den letzten Plänen erstellt. Die noch parallel zum Anlagenrand verlaufende Paradestrecke (unterhalb des Bahnhofs) wird natürlich in einem weichen Bogen geführt werden. Die Modulegröße des Bahnhofs ist um 10 cm Tiefe gewachsen - eine Folge der neuen Gleisführung - trotzdem bleibt zwischen den Anlagenschenkeln mit rund 90 cm noch ausreichend Platz.

Verabschieden durften wir uns auch vom geplanten Laminatboden. Der Kellerboden ist zu uneben und steigt zu den Wänden hin an. Also wird einfach ein strapazierfähiger PVC-Boden verlegt, in schönen großen schwarz-weiß Karos - damit man auch alles wiederfindet, was beim Basteln weghüpft und in den unmöglichsten Ecken auf dem Boden verschwindet... (wer schonmal eine kleine Feder oder einen Puffer auf Knien rutschend gesucht hat, der weiß, was ich meine).

Plan 1, Schritt 4: Platz sparen

Um 10 cm weniger Tiefe bei den Modulen bringt mehr Bewegungsfreiheit ohne die Anlagengestaltung zu beeinträchtigen.

Die Ausfädelung der eingleisigen Strecke aus der Paradestrecke (unterhalb des Bahnhofs) wurde jetzt ohne Kreuzungsweiche gelöst. Die linke Bahnhofseinfahrt ist ein wenig "geschrumpft" und das abklappbare Element ebenfalls etwas kleiner (und damit handlicher) geworden.

Auch die Aufteilung der Module ist neu; das kleine, mittlere Modul am linken Rand kann noch variieren, damit die Anlage nicht ganz an den Wänden steht und Platz für Hintergrund und Kulisse bleibt.

Plan 1, Schritt 5: Feinplanung

Wenn man den Gleisen ungefähr 965mal mit den Augen gefolgt ist, stellt man doch wieder die eine oder andere Optimierungsmöglichkeit fest. So gefiel uns die Ausfädelung der Paradestrecke nicht so recht, zumal die vom Bahnhof kommenden Züge im sichtbaren Bereich die elektrifizierte Strecke auf dem "falschen" Gleis befahren müssten.

Dummerweise ist auch der Bildschirm geduldig (wie Papier) und so waren die Gleisführungen im Bereich der Wendel nicht realisierbar. Also haben wir auch hier nochmal Hand angelegt: die Paradestrecke führt jetzt in einer großen Schleife wieder zurück in den Schattenbahnhof, die dazu notwendige Gleisverbindung ist den Blicken verborgen, in der Front der Anlage wird aber ein "Fenster" sein, das den Zugriff auf diese Verbindung ermöglicht (wie Murphy schon sagt, passieren Unglücke an den unzugänglichen Stellen...). Was uns noch nicht so recht gefallen will, sind die vielen Tunneleinfahrten - vielleicht finden wir für den Tunnel auf dem abklappbaren Mittelsteg noch eine ansehnlichere Lösung. Eine entsprechende landschaftliche Gestaltung könnte die beiden Tunnel der Paradestrecke allerdings auch optisch voneinander trennen.

Die Auf- bzw. Abfahrten zum Bahnhof (gelb) und Schattenbahnhof (grün) liegen jetzt ineinander und stören sich nicht. Der Schattenbahnhof hat noch ein paar Gleise bekommen, hier muß allerdings noch die Lage der Weichen mit den Modulgrenzen abgestimmt werden.

Sehr großzügig ist die Fläche für die Ortschaft, die wir auch entsprechend realitätsnah anlegen wollen (mehr zum Bau der Gebäude gibt's hier zu lesen).

Plan 2, Was gänzlich anderes...

Mal wieder inspiriert durch Lektüre (diesmal Ivo Cordes) enstand dieser Gleisplan. Ein wirklich großzügiger Bahnhof mit Gleislängen bis zu 2,50 Meter, eine Weichenstraße im Einfahrtsbogen (hier bieten sich die Elite-Weichen von Tillig an), lange Fahrstrecken und viel Parkraum.

Von jeder Bahnhofsausfahrt geht es über die grüne Unterfahrung über je eine Wendel in einen eigenen Schattenbahnhof (linke Ausfahrt führt in SB2, rechte in SB1). Die Schattenbahnhöfe sind identisch angelegt und bieten jeweils zwischen 12 und 15 (je nach Länge) Zuggarnituren Platz. Zusammen mit möglichen Blockabschnitten auf der grünen Strecke können also mehr als 25 Züge auf dieser Anlage fahren.

Im ersten Bild ist der Anschluß zum Arbeits-/Programmiergleis auf dem Arbeitstisch zu sehen, der über ein einhängbares Zwischenstück erreicht wird. Das grau/weiße Raster in diesem Plan ist maßstäblich: ein Raster entspricht 20cm.

Die "Löcher" im Plan sind vorgesehene Eingriffe mit abnehmbarer Landschaft - bei der Tiefe ein Muß, sonst sind, wie immer, die Arme zu kurz. Mal sehen, was aus diesem Entwurf noch wird...

... zum Beispiel eine doppelgleisige Paradestrecke - noch eine Möglichkeit für einen Zugaufenthalt und etwas mehr Fahrstrecke "für's Auge"..

Plan 3, Zurück zu den Ursprüngen...

Irgendwie kommen wir von Weyersbühl 1 nicht los. Also haben wir versucht, den Plan auf die geänderten Raummaße zu adaptieren. Auf das Klein-BW mit Drehscheibe mußten wir nicht verzichten, die Anbindung über die einfache Kreuzung lädt zu Rangierfahrten ein.

Die Ausfahrt für E-Loks von der (elektrifizierten) Paradestrecke liegt im Tunnel, die Einfahrt erfolgt unter einem großen Steinbogen-Viadukt hindurch sichtbar zurück; in der Umfahrung ist ein Ausweichgleis für abwechslungsreichere Zugfahrten. Insgesamt ist die Paradestrecke sogar noch ein wenig länger als auf "W1". Die Oberleitung wird aus optischen Gründen auch auf dem dritten, vom Bahnhof kommenden Gleis der Paradestrecke bis zur Tunneleinfahrt weitergeführt. Nahezu unverändert bleibt die hintere Umfahrung, die die Kehrschleife des Bahnhofs bildet. Hier wurden nur die Weichen auf die Geraden verlegt.

Bei der Ortschaft hatten wir auf der ersten Anlage den Fehler gemacht, sie Stadtmauer nach vorne zu setzen. Dadurch war der Blick auf/in die ansteigende Stadt doch sehr behindert und viele liebevoll gestaltete Szenen konnte man nur mittels Leiter und abenteuerlichen Verrenkungen erspähen. Also werden wir bei "W2" die Stadtmauer am hinteren Anlagenrand platzieren und freien Blick auf die (hoffentlich!) wunderbaren Resinehäuser und viele Altstadtszenen gewähren.

Landschaftlich wird Weyersbühl 2 ein wenig anders ausfallen. Das großen Viadukt führt über eine Schlucht mit einem Bachlauf, der sich im weiteren Verlauf an der Paradestrecke entlang schlängelt. Die Straßen werden in Kopfsteinpflaster erstellt, eine Straßenbrücke endet am vorderen rechten Anlagenrand. Auf einer der nächsten Zeichnungen wird auch die Landschaft berücksichtigt.

Eine neue Gleisführung haben wir für den Schattenbahnhof gewählt. Die längsten Gleise bieten Platz für jeweils zwei Zuggarnituren, notfalls können auch die Umfahrgleise als Abstellgleise genutzt werden.

Übrigens: ein weiterer Grund für diesen Plan war die Erkenntnis, daß man doch besser ein wenig mehr Raum für Regale und Arbeitsplatz lässt, und die Erinnerung an ein paar ziemlich unzugängliche Stellen an der alten Anlage. Man wird ja nicht jünger, und die Herum-Winderei um Schattenbahnhofteile ist nicht sehr rückenförderlich...

Inzwischen sind wir im Besitz der Vollversion von RailModeller und werden den Plan auch mit dieser Software erstellen. Erfahrungsbereicht und RM-Plan folgen...

Plan 4, Weyersbühl in der Waschküche...

Tja, so ist das im Leben. Vieles plant man vergeblich, in diesem Falle kommt eine ungenutzte ehemalige Waschküche ins Spiel. Der Grundriß von 420 x 350 cm und die mittig auf einer Längswand liegende Türe eröffnen völlig neue Gestaltungs- und Planungsmöglichkeiten. Vor allem der bislang stets eingeschränkte Zugriff soll im neuen Plan besser berücksichtigt werden.

Deshalb haben wir die Schenkel des "L" um einiges kürzer als die Raummaße geplant; wird die Anlage auf Rollen platziert, kann sie jetzt zu jeder Seite soweit verrückt werden, daß genug Platz bleibt für Eingriffe und Arbeiten.

Der Bahnhofsbereich muß verkürzt werden, weshalb wir auf die Drehscheibe verzichten und nur einen einständigen Lokschuppen mit Kleinbekohlung vorsehen. Auf dem rechten Schenkel windet sich ein Flüßchen, das die doppelgleisige Paradestrecke gleich zweimal kreuzt. Dort hat sich auch die Schnapsbrennerei Franz Branntwein & Cie angesiedelt, natürlich mit eigenem Gleisanschluß. Dieser kann von der Paradestrecke aus erreicht werden, über die DKW zweigt aber auch ein weiteres Gleis ab, das im Tunnel endet (was selbstverständlich niemand weiß - hier kann die KöF mit ein oder zwei Waggons "parken"...)

An der Blockstelle mit der doppelten Gleisverbindung verzweigt die Paradestrecke, je ein Zweig führt in eine der Bahnhofszufahrten: der rechte unsichtbar über eine Wendel, der linke im weiten Bogen sichtbar bergan. In der Kurve zur Bahnhofseinfahrt wird sich das Örtchen Weyersbühl ansiedeln, auf einem Hügel gelegen, der auch die sichtbare enge Kurve erfordert. Am anderen Ende hinter dem Brückenbauwerk führt die Strecke in den Schattenbahnhof, der selbstverständlich wieder als Kehrschleife geplant ist.

Dies ist die erste "Waschküchen-Idee" - hier wird bestimmt noch das eine oder andere geändert und verbessert. Da wir ohnehin just das Gleisplanprogramm RailModeller testen, haben wir diesen Plan mit RM erstellt, von den kleinen Ärgernissen abgesehen, die hoffentlich in der nächsten Version behoben sein werden, freut sich der Mac-User, endlich auch am Mac schöne Pläne entwerfen zu können.

Die beiden Ansatzstücke (im größeren Plan gekennzeichnet) sind abnehmbar, um den Eingriff zu erleichtern. Sie enthalten keine Gleise, sondern nur Landschaft und können daher recht einfach an- und abmontiert werden - lediglich für eventuelle Beleuchtung ist eine Steckverbindung vorzusehen.


Zwischendurch: Franz Branntwein als Diorama

Um die Wartezeit bis zur Fertigstellung (sprich Renovierung) der Waschküche zu verkürzen, bauen wir ein Diorama, das später in die Anlage eingesetzt wird.
Diorama "Franz Branntwein & Cie"

Plan 4, Spiegelung in der Waschküche...

Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten - z.B. das kleine Fenster an der linken Wand und das frisch installierte Waschbecken (immer hilfreich beim Modellbau, ein solches in der Nähe zu finden!) haben wir die ganze Anlage einmal um 180° gespiegelt. So kann nun auch ein mobiler Arbeitsplatz neben dem Waschbecken eingerichtet werden.

Die Paradestrecke haben wir jetzt doppelgleisig ausgeführt, wobei noch zu überlegen ist, ob die untere Bahnhofseinfahrt ebenfalls doppelgleisig wird - mal sehen, wieviel Platz die notwendigen Weichen benötigen.


Plan 4, verbreitert und mit Drehscheibe

Eine weitere Alternative bietet sich links an: eine Gleiswendel nach Überqueren des Flusses könnte die Strecke auf das Niveau des Schattenbahnhofs bringen und gleichzeitig die "Schleife" vor den Blicken verbergen - das dann fehlende freie Stück Paradestrecke wäre angesichts der gewonnenen Fahrzeit und der optischen Auflockerung wohl zu verschmerzen.

Zudem hat doch noch ein kleines BW mit Drehscheibe (16m-Scheibe vom Fleischmann) und dreiständigem Ringlokschuppen ein Plätzchen gefunden und die Güterabfertigung wurde ebenfalls um ein Gleis erweitert. Angepaßt wurde auch die Zufahrt zu Franz Branntwein & Cie.

Die Ausfädelung der eingleisigen Strecke zum Bahnhof (Plan oben links) haben wir in den unsichtbaren Bereich verlegt. Die Strecke sieht nun aus wie eine Nebenstrecke, erst wenn man sich die Gleisführung anschaut, wird deutlich, daß dies die Ab- und Zufahrt zur nördlichen Bahnhofsaus-/einfahrt ist. An der Bogenweiche links entscheidet sich (unsichtbar), über welche Strecke der aus dem Schattenbahnhof kommende Zug in Richtung Bahnhof fahren wird.

Die ehemalige Waschküche ist übrigens inzwischen kaum wiederzuerkennen: ein absolut ebener Holzboden wurde eingesetzt (der noch mit Laminat verschönert wird), die Decke wurde abgehangen (Rasterdecke mit integrierten Leuchten), die Wände erstrahlen in frischem weiß und die Elektrik wurde auf modernen Stand gebracht (Steckdosen haben wir in ausreichender Anzahl vorgesehen). Leo Linse bewaffnet sich demnächst mal mit seinem Arbeitsgerät und wird ein paar Fotos schießen...

Ein Rechner ist offenbar genauso "geduldig" wie Papier: haben wir doch das Diorama einfach mitgespiegelt, was natürlich so nicht mehr klappt, weil es ja bereits gebaut wurde. Also war eine Änderung des Gleisplanes erforderlich. Franz Branntwein hat nun keine Zufahrt mehr von der Strecke, was nicht sonderlich tragisch ist; von der Brennerei aus führt jetzt ein eigenes Gleis über den Fluß (der übrigens noch gar keinen Namen hat...) und verschwindet dann als Stumpfgleis im Berg. Eine Alternative wäre, die Kornbrennerei wegzulassen (siehe zweite Ansicht in der Großdarstellung).

Noch mehr "Kosmetik": die Straße verschwindet jetzt im Wald, so haben wir ein Tunnelportal eingespart, damit der Hügel nicht wie ein Maulwurfshügel aussieht.


Raum-Patrouille...

Bis auf ein paar kleine Elektroarbeiten (siehe baumelnde Steckdose im ersten Bild) ist die ehemalige Waschkuüche bereit für den Beginn des Anlagenbaus. Endlich...! Der waschküchentypische abschüssige Betonboden wurde mit einer Holzkonstruktion ausgeglichen und erhielt einen Laminatboden. Die Wände haben wir einfach geweißt, die Decke ist abgehangen und enthält vier Felder mit Neonleuchten - Licht satt.

In der Arbeitsecke fehlt noch der Tisch, der unter der Vitrine stehen wird. Ein Reststück Buche-Arbeitsplatte aus der Küchenabteilung unseres Baumarktes wird auch höheren Belastungen standhalten. Das Fenster ist zwar zum Öffnen (und natürlich von außen vergittert), aber dann bläst's den Schmutz aus dem Hof in unseren schönen Raum - für Frischluft reicht es, die (feuerfeste!) Tür offen zu lassen, zumal gegenüber unser zweiter "Werk"-Keller ist. Naja, wenigstens zur Hälfte, die andere wird von der besten Ehefrau beansprucht...

Insgesamt sind wir mehr als zufrieden! Ein schöner, frisch renovierter Raum, hell und luftig, mit Wasseranschluß und rund 15 m² Nutzfläche. Franz Branntwein übrigens werden wir wohl als Diorama belassen, das örtliche Spielwarengeschäft freut sich schon auf ein Schaustück für's Weihnachts-Fenster...

Jetzt steht auch der Arbeitstisch (Bild oben anklicken, Bild 4 der Bilderreihe)...


Finale furioso...

Wird man jemals fertig mit der Planung? Die Antwort ist ein entschiedenes Jein. Wie man sieht, ist die Anlage nochmal geschrumpft, warum das? Ganz einfach: weil wir auch Platz benötigen für die Foto-Utensilien (Blitze etc) und für den Werkzeugwagen (eine sehr sinnvolle Anschaffung, alles hat seinen Platz...!). Und weil wir für die Gestaltung und die Fotoarbeiten einfach mehr Fläche benötigen, auf der die Anlage hin- und hergeschoben werden kann. Ohnehin ist es wenig praktisch, einen vorhandenen Raum bis in die letzte Ecke zu nutzen...

Ein wenig gestalterisches Geschick verlangt die linke Bahnhofszufahrt, um die recht kurze Tunnelstrecke zu rechtfertigen, aber da wird uns sicher etwas einfallen, ähnliche Vorbildsituationen gibt es durchaus. Obwohl der Bahnhof mit drei Gleisen sehr klein ausfällt, ist eine relativ großzügige Güterabfertigung vorgesehen - wir wollten uns doch von dem schönen Franz Branntwein Gebäude nicht trennen und haben das kurzerhand zum Güterdienst verdonnert. Der Lokschuppen wird wohl im Wege des Kitbashing aus einem Faller-Bausatz entstehen; hier werden ja nur kleine Loks versorgt und ein zweiständiger Schuppen reicht völlig aus. Die Behandlungsanlagen aber wollen wir schon so großzügig und vorbildgerecht wie möglich bauen.

Das Örtchen Weyersbühl wird größtenteils an der Straße entlang entstehen; da wir nahezu ausschließlich auf Resin-Bausätze zurückgreifen, ist die Auswahl an Modellen ohnehin nicht sehr groß. Beim Bahnhofsgebäude ist die Auswahl noch nicht getroffen...

Überdies haben wir uns von den Gleiswendeln getrennt. Fahrversuche mit den kleinsten Loks haben ergeben, daß es hier wegen der Reibungsverluste in den Radien (Innenkreis Roco R5) durchaus zu Problemen kommen kann. Da wir ja mit Pantograph hoch fahren wollen, ist eine Höhe von wenigstens 7,5 cm erforderlich. Hierzu wäre ein erheblich größerer Radius vonnöten gewesen, das allerdings scheiterte am zur Verfügung stehenden Platz. Die Distanz zum Schattenbahnhof überwinden wir jetzt durch eine am äußeren Rand entlangführende Abfahrt mit einer Steigung von maximal 1,7%, das sollten alle Loks problemlos bewältigen.

Zusätzlicher angenehmer Nebeneffekt: diese lange Abfahrt kann im Blockbetrieb befahren werden, sodaß eine höhere Zugfrequenz möglich ist; in einer Wendel einen Zug im Block anzuhalten ist nicht empfehlenswert, weil es beim Anfahren zu Entgleisungen kommen kann - die Physik läßt sich da leider nicht überlisten. Auf der langen Abfahrt können Züge auf den geraden Strecken anhalten, bei der geringen Steigung dürfte auch das Anfahren ohne Entgleisungen oder durchdrehende Antriebsräder gelingen.

Der eigentliche Schattenbahnhof ist weitgehend unverändert. Im neuen Jahr wird's endlich losgehen mit dem Unterbau für den Schattenbahnhof. Natürlich wird auch dies wieder in Wort und Bild dokumentiert werden...


Feintuning...

Während wir den Schattenbahnhof und die Zufahrtsrampen bauen, kommt uns die Idee, noch ein wenig mehr Fahrstrecke sichtbar zu machen. Die Ab- und Auffahrt zum/vom Schattenbahnhof ist ja immerhin rund 11 Meter lang und überdies wird sich hier noch ein Block befinden.

Wir haben also die Paradestrecke ein wenig "schlanker" gemacht und davor einen Teil der SB-Zufahrt in den sichtbaren Teil verlegt. Eine kleine Schlucht wird diesen Einschnitt in die Landschaft begründen, außerdem lassen sich so zwei kleine Brücken integrieren (wir denken da an eine nette kleine Brückenbaustelle...). Jeweils vor den Tunneleinfahrten werden Signale die Blöcke absichern, die Zufahrt in den SB und die Auffahrt in den sichtbaren Bereich haben wir so "im Auge" - wir fahren ja nicht mit Software, sondern klassisch mit Stellpult, da ist es durchaus hilfreich, möglichst viel im Blick zu haben.

Wie geht's weiter? Und vor allem wann??...

Sommer, Fußball-EM.. was soll man da im Eisenbahnkeller...? Nein, im Ernst, es geht schon weiter, auch im Sommer: justament wird an der Verdrahtung des Stellpultes gearbeitet und an der Elektrik des Schattenbahnhofs.

Und waum gibt es dazu hier nichts zu lesen? Auch das hat einen einfachen Grund: ausführlichst und in mehreren Ausgaben wird ab Herbst eine namhafte Modellbahnzeitschrift, die in diesem Jahr ihr 60jähriges Bestehen feiert, über Planung und Bau von Weyersbuehl 2 berichten, mit vielen Fotos und Informationen. Verständlich, daß man in der Redaktion nicht erfeut wäre, wenn vorab alles hier auf der Webseite nachzulesen wäre. Also werden wir weitere Weyersbuehl 2 Berichte hier erst jeweils nach Erscheinen im Magazin einstellen.

Hier geht's zu den MIBA-Artikeln!