Signale und Weichen im sichtbaren Bereich...

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Forderung war, im sichtbaren Bereich manuell zu fahren und zu schalten (wer den ganzen Tag am Rechner sitzt, der mag vielleicht seine Modellbahn nicht auch noch via PC bedienen, zumal man dazu Windows benötigt und HaJo Wolf überzeugter Mac-User ist). Um Unfälle zu vermeiden, gibt es in den Umfahrungen und der vorderen Zufahrt zum Bahnhof (an der Kuhweide) Halteabschnitte.


Hier eine Übersicht, welche Schaltvorgänge für Signale und Weichen vorgesehen sind:

  • S1 FAHRT schaltet W2 auf ABZWEIG, W1 auf GERADE -> Einfahrt Bahnhof oder vordere Umfahrung (je nach Stellung W3)
  • S2 schaltet nur HA2
  • S3 FAHRT schaltet W3 auf ABZWEIG, W1 auf GERADE, W2 auf ABZWEIG – Ausfahrt hintere Umfahrung und Einfahrt in BHF von links sind gleichzeitig möglich.
  • S4 FAHRT schaltet W12 auf GERADE (in die hintere Umfahrung), S5 auf HALT, damit der Zug auch ganz sicher in der hinteren Umfahrung HU1 anhält.
  • S5 FAHRT schaltet W1 auf GERADE, W 2 auf ABZWEIG
  • S6 FAHRT schaltet W 12 auf ABZWEIG, S4 auf HALT, denn dort darf dann kein Zug ausfahren in Richtung Umfahrung.

Wer sich mit den Fahrmöglichkeiten befasst, erkennt, dass W1 und W2 immer gemeinsam schalten können: zur Einfahrt in Bahnhof oder vordere Umfahrung muss W2 auf ABZWEIG stehen, dann steht W1 auf GERADE. Zur Ausfahrt aus dem Bahnhof links steht W2 auf GERADE und W1 auf ABZWEIG.

Die blauen Strecken sind die beiden notwendigen Kehrschleifen, die über das Digital plus Digital plus Modul LK100 geschaltet werden. Nach Erscheinen des LK200 werden die Module ausgetauscht; das ist dank der supereinfachen Verdrahtung problemlos möglich.

Das Gleis zum Lokschuppen kann umgeschaltet werden zwischen Fahr- und Programmiergleis und ist zusätzlich mit einer RailCom-Adressanzeige versehen. Man kann also eine Lok zum Lokschuppen fahren, das Gleis auf Programmiermodus umschalten und bequem Änderungen vornehmen, die nicht im PoM-Modus möglich sind.

Die Aufteilung in drei Boosterkreise mag übertrieben erscheinen, aber lieber eine Sicherheitsreserve als Probleme durch Überlastung, oder?

Beim Stellpult haben sich ein paar "kleinere Probleme" ergeben, die im Vorfeld nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Das Stellpult ist eine Aluplatte, die Taster sind von BRAWA, also Metall. Dummerweise leitet Alu und so sind alle Taster zumindest masseseitig miteinander verbunden. Da wir aber mit Gleich- und Wechselstrom schalten (im SB sind Roco-Antriebe verbaut, im Bahnhof Tillig Motorantriebe) und sowohl im SB wie auch im Bahnhof eine Matrixschaltung einsetzen... Also werden die Weichen im Bahnhof nicht direkt angesteuert, sondern über Relais. So schön und edel die Alu-Platte mit den BRAWA-Tastern aussieht, die hat eben auch ihre Nachteile. Das hatten wir uns irgendwie einfacher vorgestellt, aber man lernt ja immer dazu.

Der Schattenbahnhof kann übrigens durch eine Webcam "überwacht" werden, deren Bild sich auf einem Mac Book in auseichender Auflösung anzeigen lässt. Für ausreichende Beleuchtung sorgt eine Lichtschlange, wie sie für wenig Geld in nahezu jedem Baumarkt erhältlich ist.